Sucht im Alter


Kooperation Sucht im Alter Hamburg und Lukas Suchthilfezentrum Hamburg-West
Sucht im Alter Hamburg

Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl der Menschen mit Suchtproblemen und Abhängigkeitserkrankungen im Alter weiter steigen. Darauf müssen sich die Alten- und Suchthilfe einstellen. Bereits heute zeigen ca. 14% der Menschen, die von ambulanten Pflegediensten und in stationären Einrichtungen betreut werden, Alkohol- oder Medikamentenprobleme.

 

Daher beteiligte sich das Lukas Suchthilfezentrum in Kooperation mit der Alida Schmidt-Stiftung, der Flutopferstiftung von 1962, der Wilhelm Carstens Gedächtnis-Stiftung, der Martha-Stiftung und dem Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung am Bundesmodellprojekt Sucht im Alter – Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachkräften in der Altenhilfe und Suchthilfe des Bundesministerium für Gesundheit.

 

Im Modellprojekt waren vier ambulante Pflegedienste, 13 Seniorenwohnanlagen, fünf ambulante Suchtberatungsstellen, zwei Suchtfachkliniken und vier Vor- und Nachsorgeeinrichtungen für Suchtkranke in das Projekt einbezogen. Insgesamt wurden etwa 200 Fachkräfte aus der Altenhilfe sowie etwa 100 Fachkräfte aus der Suchthilfe qualifiziert. Die Schwerpunkte der Projektarbeit lagen in

 

  • Sensibilisierung für das Thema Sucht im Alter, vor allem bei Fachkräften der Alten- und Suchthilfe und der Ärzteschaft, aber auch allgemein in der Öffentlichkeit,

  • Qualifizierung aller Fachkräfte aus der ambulanten Altenhilfe und Suchthilfe sowie die Entwicklung von speziellen Curricula im Rahmen der Ausbildung von Altenpflegerinnen und Altenpflegern,

  • Vernetzung und Kooperationen zwischen den Systemen der medizinischen Versorgung, der Altenhilfe und der Suchthilfe.

 

Das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) übernahm dabei die Begleitforschung.

 

Weiteres Informationsmaterial zum Thema Alter und Sucht finden Sie hier.