Was ist überhaupt Sucht?


Suchtberatung Lukas Suchthilfezentrum Hamburg-West
Sucht ist eine krankhafte, zwanghafte Abhängigkeit von Stoffen (z.B. Alkohol, Cannabis, Medikamente, Kokain oder Partydrogen) oder von bestimmten Verhaltensweisen (z.B. Glücksspiel oder PC- und Internetgebrauch).

 

Grundsätzlich gilt, dass jeder Mensch abhängig werden kann. Es kann also jeden treffen. Während beim Gebrauch und Genuss das Suchtmittel gelegentlich und kontrolliert konsumiert wird, kann es über eine Gewöhnung zum Missbrauch und dann fließend zu einer Abhängigkeit führen.

 

Es gilt die Regel: Wird konsumiert, um mit unangenehmen Gefühlen oder Situationen zurecht zu kommen, kann eher eine Abhängigkeit entstehen. Meistens wird der Konsum dann häufiger und auch ohne Anlass praktiziert. Irgendwann wird durchgehend konsumiert, da "ohne" der Alltag nicht mehr gelingt. Die Betroffenen glauben oft dennoch, dass sie Ihren Konsum kontrollieren können, was leider nicht mehr stimmt. Das Leben dreht sich um das Suchtmittel oder -verhalten.

 

Eine Abhängigkeit kann psychisch (seelisch) und/ oder physisch (körperlich) entstehen.

Anzeichen der psychischen Abhängigkeit: Man braucht unbedingt das Suchtmittel oder Suchtverhalten, um ausgeglichen zu sein, andere Interessen und nahestehende Menschen werden immer weiter vernachlässigt und das Denken an das Suchtmittel wird immer zentraler. Es kommt zeitweise zum "Kontrollverlust".

Bei physischer Abhängigkeit stellt sich der Körper auf das Suchtmittel ein. Er reagiert mit seinem Stoffwechsel (Appetit, Verdauung) auf den Konsum. Beim Nicht-Konsum zeigt der Körper Entzugserscheinungen (z.B. innere Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche, Frieren, Übelkeit oder Schmerzen). Ein anderes deutliches Zeichen für eine körperliche Abhängigkeit ist die Erhöhung der Menge oder Dauer. Man schafft es lange Zeit immer größere Mengen ohne Vergiftungserscheinungen zu konsumieren.

 

Wenn eine Abhängigkeit entwickelt wurde, kann das Suchtverhalten meist nur schwer allein verändert werden. Die meisten Menschen holen sich dabei professionelle Unterstützung, z.B. in einer Suchtberatungsstelle. Aber auch Menschen, die befürchten abhängig werden zu können, nehmen vorsorglich Beratung in Anspruch.